Die Geschichte der Siedlung!



Der Siedlungsbau und Erbbauheimstätten Vertrag
Einige Zahlen
50 Jahre Entwicklung



Damals wars...
Das Gelände der jetzigen Siedlung Neue Heimstatt gehörte einst der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Sie hatte es 1918 von den Buckower Bauerngutsbesitzern Rohrbeck und Ziedrich gekauft, um hier - neben Weißensee - einen zweiten Friedhof für die damals große jüdische Gemeindschaft in Berlin anzulegen. Dazu kam es aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht. Das 42 Hektar große Gelände sollte zunächste als landwirtschaftliches Ausbildungszentrum eines "Vereins zur Förderung der Landwirtschaft unter den Juden Deutschlands" genutzt werden. Zeitweise stand darum hier an der Marienfelder Chaussee, ein landwirtschaftliches Wohn- und Lehrgebäude. Nach der Machtergreifung Hitlers, inbesondere nach der Reichsprogromnacht, wurde ein Treuhänder für den Grundbesitz der jüdischen Gemeinde zu Berlin eingesetzt. Die Gemeinde sah sich 1939 gezwungen das Land an die Reichshauptstadt zu verkaufen.
Im Jahre 1944 wurde von der Naziregierung auf diesem Gelände eine Behelfsheimsiedlung zur Unterbringung "luftkriegsbetroffener" Personen errichtet, die eine Lebensdauer von 5 Jahren haben sollte. Diese Behelfsheime waren gerade 18-20 qm groß und bestanden aus dünnen unverputzten Betonplatten. In den Behelfsheimen gab es zunächst weder Wasser noch Strom. Hinter dem Haus stand ein Plumsklo. Je 10 dieser "Häuser" hatten eine gemeinsame Wasserstelle. Ein Kanonenofen war da und eine Kochstelle. Das Ofenrohr ging zum Dach hinaus. Wände und Decke waren ständig nass vom Schwitzwasser, im Winter bildete sich eine zentimeterdicke Eisschicht an den Wänden. Im harten Winter 1945/46 sollen hier Babies und auch alte Menschen im Schlaf erfroren sein.
Nachdem die verworrenden Rechtsverhältnisse geklärt waren und das Gelände am 19.7.1950 in das Eigentum der Stadt Berlin übergegangen war, hat das Bezirksamt Neukölln sofort mit den zuständigen Senatsstellen Verhandlungen aufgenommen mit dem Ziele, die noch vorhandenen Behelfsheime zu beseitigen, an ihrer Stelle hygienisch einwandfreie Wohnungen zu setzen und den Mietpreis dieser Wohnungen in einer für jeden Behelfsheimbewohner erträglichen Grenze zu halten. Bei Kriegsende wohnten etwa 150 Menschen in der Behelfsheimsiedlung. Zu dieser Zeit sind die unbewohnten Behelfsheime von den meist nicht wohnberechtigten Flüchtlingen und Ausgebombten bezogen worden. So gab es im März 1952 noch 320 bewohnte Behelfsheime, in denen etwa 1.000 Menschen wohnten.


Der Siedlungsbau